Institut für Musik, SS 2015

VL Geschichte und Grundlagen der Musiksoziologie

Prof. Dr. Jan Hemming

Terminübersicht (Stand 18.07.2016):

 

15.4.

Entfällt wegen QSL-Kommission
1 22.4. Einführung: Panorama antiker und mittelalterlicher Musikauffassungen
2 29.4. Paul Bekker und Max Weber
3 6.5. Theodor W. Adorno: Einleitung in die Musiksoziologie (1962)

Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie und die Unterscheidung zwischen theoretischer und empirischer Musiksoziologie

4 13.5. Fallbeispiele empirischer Musiksoziologie:

Demoskopie im Konzertsaal (Dollase / Rüsenberg / Stollenwerck 1986)
Kultursoziologie des Heavy Metal (Weinstein 1991)
Sozialpsychologie musikalischer Präferenzen (Hargreaves & North 1997), Milieus und Typologien (Hartmann / Neuwöhner 1999)

5 20.5. Sozialgeschichte der Musik: Professionalisierung und Ökonomisierung der Musik (Kaden 1999, Bullerjahn / Löffler 2009). Systemdenken und die musiksoziologische Konzeption von Christian Kaden (1984/2004)
  27.5. Entfällt wegen Siebener-Runde
6 3.6. Musik und Medien, Mediamorphose (Blaukopf 1996)
im Anschluss von
12:00-13:00
Nachholtermin der Klausur "Geschichte und Grundlagen der Musikpsychologie" aus dem WS 2014/15
7 10.6. (Musikalische) Sozialisation und Selbstsozialisation (Müller 1995/2007, Vogt & Hemming 2011)
8 17.6. Cultural Studies, Gender Studies, Semiotik und Subkulturtheorie (Hall 1976, Willis 1978, Hebdige 1979, Frith 1978 / 1988, Wicke 1989, Shepherd 1991, Longhurst 1995/2007)
9 24.6. Musiksoziologie der Gegenwart:

Anschluss an die Fachsoziologie? (Neuhoff 2001, 2004, 2007)
Urbanisierung und Globalisierung (Klotz 2006, Gebesmair / Smudits 2001)

  1.7. Entfällt wegen einer Dienstreise. Nachholtermin ist der 15.7.
10 8.7. Wiederholung und Zusammenfassung aller klausurrelevanten Themen
11 15.7. Abschlussklausur

Kommentar:

Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. hat Platon in "Der Staat" die Auswirkungen von Musik auf Individuum und Gesellschaft beschrieben. Erst in den 1920er-Jahren erfolgte aber die eigentliche Begründung der Musiksoziologie, z. B. durch Max Webers "Die rationalen und soziologischen Grundlagen der Musik" (München 1921). Unter dem Begriff sind heutzutage (mindestens) zwei verschiedenartige Ausrichtungen zusammengefasst, eine theoretische, die das Verhältnis von Gesellschaftsprozessen und musikalischen Entwicklungen thematisiert, und eine empirische, die musikbezogene Gruppenphänomene- und Verhaltensweisen unter Hinzunahme von Erhebungsverfahren (Interview, Fragebogen) in den Blick nimmt. Von großer Bedeutung ist Musiksoziologie auch für Bereiche der Jugendkultur, der populären Kultur sowie der Musikökonomie. Inhaltliche Überschneidungen ergeben sich mit der Musikgeschichte (Sozialgeschichte der Musik), der Musikpsychologie (Sozialpsychologie) und der Musikethnologie (Untersuchung 'fremder' Kulturen). In dieser Vorlesung wird ein geschichtlich orientierter Überblick der Hauptströmungen und wichtigsten Protagonisten der Musiksoziologie gegeben.

Achtung: Die Veranstaltung beginnt erst am 22.4.! Gegenüber dem existierenden Skript muss die Vorlesung komprimiert werden. Es wird rechtzeitig vor der Klausur darauf hingewiesen, welche Gebiete entfallen werden!

Anforderungen für die Bestätigung der Modulkomponente:

Am Ende der Vorlesung ist eine Klausur vorgesehen, die äquivalent zu einer schriftlichen Hausarbeit in die jeweiligen Module eingebracht werden kann. Anrechenbar für Modul L1/ 07 B, D Modul L2/ 06 B Modul L3/ 07 C, 13 B im Lehramtsstudium, M19j im Psychologiestudium. M7.1 oder 7.2 an der Musikakademie.

Kontakt:

jan.hemming
@uni-kassel.de

Literatur:

Literaturliste und Materialien (passwortgeschützt)