WS 2008/09

SE: Friedrich Nietzsche - Philosophie und Musik

Prof. Dr. Stefan Majetschak / Prof. Dr. Jan Hemming

Do 14 – 16, KHS Menzelstr. 15, Südbau 3. Stock, R. 3140

Terminübersicht (Stand18.07.2016):

1

23.10.

Einführung: Panorama des philosophischen und musikalischen Oeuvres Nietzsches, Wagner

2

30.10. Lektüre 1: Die Geburt der Tragödie
3 6.11. Lektüre 2: Die Geburt der Tragödie (+Kurzgeschichte der griechischen Antike)
4 13.11. kompositorische Beispiele Nietzsches - biographisch (reflektiert im Sinne des "Leben und Werk"-Ansatzes; Vorschlag)
5 20.11. Lektüre 3: Die Geburt der Tragödie
6 27.11. Richard Wagners Konzeption und Realisation des Musikdramas (v.a. Tristan, Meistersinger), 2 Referate (kunsthist.: Fr. Hartinger / musikwiss.: I. Pawlowsky)
7 4.12. Lektüre 4: Die Geburt der Tragödie (Ursprungstheorien, Medienbeispiel zur Tragödie)
8 11.12. kompositorische Beispiele Nietzsches - reflektiert im Sinne zeitgenössischer Musikphilosophie (Hanslick usw.) / Julia Frey: Beschwörung (NWV 20) / N.N.: Weinhachtsoratorium (NWV 69)
9 18.12 Lektüre 5: Die Geburt der Tragödie (Abschluss)
    Weihnachtspause
11 15.1. Griechische Musiktheorie und ihre Relevanz für die Dur-/Moll-Tonalität
12 22.1. Eine Sylvesternacht (NWV 19)(T. Eller und C. Voss)
13 29.1. Lektüre 6: Der Fall Wagner
14 5.2 Manfred-Meditation (NWV 38) (M. Horber und J. Birk)
  12.2. entfällt wegen fachpraktischen Prüfungen

Kommentar:

Aufgrund ihrer Schärfe und ihrer Vielgestaltigkeit weist Friedrich Nietzsches Philosophie weit über das 19. Jahrhundert hinaus. Dabei nimmt Nietzsche in seinen Schriften nicht nur wiederholt Bezug auf Musik, seine Positionen wurden teilweise auch durch musikalische Erfahrung selbst geprägt und entwickelt. Die Bedeutung, die in diesem Sinne z.B. Richard Wagner für Nietzsches Frühwerk Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik hatte, ist weithin bekannt. Weniger bekannt als Nietzsches- später ambivalentes, dann gar ablehendes - Verhältnis zu Richard Wagner ist dagegen die Tatsache, dass Nietzsche selbst auch ein umfassendes kompositorisches Oeuvre vorgelegt hat, welches in einer eigenen Gesamtausgabe vorliegt.

In dieser interdisziplinären Veranstaltung wollen wir uns sowohl mit Nietzsches musikbezogenen oder musikgeprägten Schriften als auch mit seinen Kompositionen beschäftigen. Das Seminar wird mit einer gemeinsamen Lektüre einiger einschlägiger Passagen aus der Geburt der Tragödie beginnen. Anschließend werden musikästhetische und philosophische Positionen seiner Zeitgenossen sowie für Nietzsche bedeutsame Musik etwa von Wagner oder Bizet thematisiert. Sofern ausreichend Zeit bleibt, sollen eine Beschäftigung mit der Nietzsche-Rezeption etwa Thomas Manns oder Theodor W. Adornos das Gesamtbild abrunden.

Anforderungen für die Bestätigung der Modulkomponente:

Regelmäßige Teilnahme, ggf. Referat oder schriftliche Hausarbeit

Kontakt:

stefan.majetschak
@gmx.de

jan.hemming
@uni-kassel.de

Literatur und Materialien im passwortgeschützten Bereich