Institut für Musik, SS 2008

PS: Intonationsmessungen an Vokal- und Instrumentalensembles (Mo 12:15-13:45)

Prof. Dr. Jan Hemming

PS: Timingmessungen an Vokal- und Instrumentalensembles (Mo 12:15-13:45)

Timo Fischinger

Terminübersicht (Stand18.07.2016):

1

7.4. Einführung in die Performanceforschung: Rückblick, Planung, Scheinvoraussetzungen  

2

14.4. Tonsystem: Intonation, Cent, (Albersheim, 1979, Leukel 2005)  

3

21.4. Rhythmus: Phänomenologie & Terminologie (Bruhn, 2000; Rasch, 1979, 1985, 1988)  

4

28.4. Kleine Einführung in die Forschungsmethoden, Video, Ton, Mehrspur

Tools: Soundanalyse, Sonagramm, PRAAT, Voce-Vista, Fourieranalyse, Beat-Root

 
5 5.5. Text von Harald Jers  
  12.5. Pfingstmontag  
6 19.5. Auswertung der Beispielaufgaben  
  20.5. Choraufnahme ab19:30  
7 26.5. Auswertung der Choraufnahmen I. Gruppe  
8 2.6. Auswertung der Choraufnahmen II. Gruppe  
  2.6. Ensembleaufnahme ab 18:30, Aufnahmebeginn 19:30  
9 9.6. Auswertung der Ensembleaufnahmen I  
10 16.6. Auswertung der Ensembleaufnahmen II  
11 23.6. Letzter Termin: Zusammenführung der Ergebnisse  
  30.6. Fachpraktische Prüfungen  

Kommentar Intonationsmessungen:

Das musikalische Zusammenspiel erfordert ein hohes Maß an Präzision. Wenn die Tonhöhe nicht richtig getroffen wird, singt jemand falsch oder spielt schief. Die Intonation erscheint nicht präzise genug. In dieser Veranstaltung werden wir mit Methoden der systematischen Musikwissenschaft das Intonationsverhalten von Sängern oder Instrumentalisten im Zusammenhang kleiner Ensembles untersuchen. Vorbild ist eine Studie von Harald Jers und Sten Ternström mit jeweils 16 Mitgliedern verschiedener Chöre (4 pro Stimmlage). Jede einzelne Stimme wird mit einem eigenen Mikrofon aufgezeichnet und das Ergebnis am Rechner analysiert. Eine Vielzahl von Fragen ist denkbar: Wie klappt das Zusammenspiel? Werden Fehler kollektiv begangen? Welche Rolle spielen Stimmführer? Wie unterscheiden sich Professionelle- von Laienensembles?

Im Seminar soll das Modell (versuchsweise) auch auf Orchester-Stimmgruppen sowie auf Rock-/Pop-Bands angewendet werden. Zuvor allerdings werden wir uns mit den Grundlagen von Intonation und Tonsystemen sowie mit der digitalen Klanganalyse beschäftigen. Die Auswertung erfolgt im letzten Drittel des Semesters in enger Zusammenarbeit mit der Veranstaltung von Timo Fischinger zum Timingverhalten.

Kommentar Timingmessungen:

Das musikalische Zusammenspiel erfordert ein hohes Maß an Präzision. Rhythmus und Timing spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Wenn der richtige Einsatz oder die Tondauer nicht richtig getroffen werden, klappert das Zusammenspiel und die musikalische Expressivität wird beeinträchtigt. In dieser Veranstaltung werden wir mit Methoden der systematischen Musikwissenschaft das Timingverhalten von Sängern oder Instrumentalisten im Zusammenhang kleiner Ensembles untersuchen. Vorbild ist eine Studie von Harald Jers und Sten Ternström mit jeweils 16 Mitgliedern verschiedener Chöre (4 pro Stimmlage). Jede einzelne Stimme wird mit einem eigenen Mikrofon aufgezeichnet und das Ergebnis am Rechner analysiert. Eine Vielzahl von Fragen ist denkbar: Wie klappt das Zusammenspiel? Wie genau ist das Synchronisationsverhalten? Bis zu welchem Zeitpunkt erscheinen Abweichungen vom präzisen Timing nicht mehr als expressives Ausdrucksmittel, sondern als ungenau? Welche Rolle spielen Stimmführer? Werden Fehler kollektiv begangen und wie werden sie ausgeglichen? Wie unterscheiden sich Professionelle- von Laienensembles?

Im Seminar soll das Modell (versuchsweise) auch auf Orchester-Stimmgruppen sowie auf Rock-/Pop-Bands angewendet werden. Zuvor allerdings werden wir uns mit den Grundlagen von Rhythmus und Timing sowie mit der digitalen Klanganalyse beschäftigen. Die Auswertung erfolgt im letzten Drittel des Semesters in enger Zusammenarbeit mit der Veranstaltung von Jan Hemming zum Intonationsverhalten.

Die Veranstaltung ist anrechenbar für die Modulkomponente L3,4: Praxis des musikwissenschaftlichen Arbeitens.

Beginn: 7.4.08

Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises nach alter Studienordnung (Schein)

Anforderungen für die Bestätigung der Modulkomponente

Analyse der Daten für einen einzelnen beteiligten Musiker nach einem Muster, das in der Veranstaltung gemeinsam erarbeitet wird. Schriftliche und Zusammenfassung der Ergebnisse unter Einbeziehung vorliegender Grafiken / Tabellen (ca. 3-5 Seiten). Erläuterung dieser Ergebnisse gegenüber dem Musiker.

Links:

Analysesoftware PRAAT

AnalysesoftwareBeatRoot

Kontakt:

jan.hemming
@uni-kassel.de

timo.fischinger
@uni-kassel.de

Literatur:

Literaturliste und Materialien (passwortgeschützt)