Institut für Musik, SS 2008

Aktuell: Ablauf der mündlichen Prüfung im Modul „Wissenschaftspropädeutik“

Die Inhalte der Prüfung bleiben auf die beiden Veranstaltungen „Einführung in die Musikpädagogik“ und „Einführung in die Musikwissenschaft“ beschränkt. Aus jeder der beiden Veranstaltungen wählen Sie ein Themengebiet zur eigenständigen Darstellung in der Prüfung aus. Daran werden wir Nachfragen anschließen. In der Musikwissenschaft darf das Thema nicht mit Ihrem Seminarschwerpunkt bzw. Wikipedia-Artikel übereinstimmen. Ansonsten müssen die Themengebiete mit den Prüfern im Vorfeld nur dann abgesprochen werden, wenn Sie die Veranstaltungen nicht bei Frau Heß bzw. bei mir absolviert haben. In diesem Fall wird eine Rückmeldung per E-Mail erbeten. 


PS: Einführung in die Musikwissenschaft: Multimediale Konzepte in der Musik (Do 14:15-15:45)

Prof. Dr. Jan Hemming

Terminübersicht (Stand27.10.2016):

1

3.4. Einführung: Was ist Musikwissenschaft?  

2

10.4. Kurzgeschichte der Oper (verstanden als frühes multimediales Konzept):
Opera seria, Opera buffa, Wagner'sches Musikdrama
Laura Engelhardt (Seria)
Irina Pawlowsky, Katja Friedenberg (Buffa)
Johanna Reusse, Tabea Henkelmann (Wagner)

3

17.4. Wissenschaftliche Arbeitstechniken: Online-Datenbanken, Bestellmöglichkeiten, Texterschließung ... (nach Absprache)

Zum Umgang mit Internetseiten und multimedialen Materialien (Filme, YouTube) - Problemfall Wikipedia

 

4

24.4. Multimedia mal anders: Tonartencharakteristik und ihre (wissenschaftlichen Begründung(en) am Beispiel von Dvořáks Oper "Rusalka" Melanie Schenk (Tonartencharakteristik)
Christine von Istler, Annika Maronde (Dvořák-Bio)
Dvořáks Werk allgemein (Elina Görzen)
Rusalka (Deborah Germann, Josepha Peter)
  1.5. Maifeiertag & Himmelfahrt  
5 8.5. Musste wegen Krankheit leider entfallen  
6 15.5. Was ist Synästhesie? (Lektüre dazu Day 2006, Marks 2005)

Ein musikpsychologisches Experiment zu Aleksandr Skrjabin: Prometheus, Le Poème du feu, op. 60

Auswertung des Experiments

Lehrveranstaltungsevaluation

Sarah Bader, Thomas Messerschmidt (Synästhesie)
Tatjana Wander (musikpsychologisches Experiment)
  22.5. Fronleichnam  
7 29.5. Ästhetisches Konzept Skrjabins, kompositorische Realisation

Wie lässt sich Synästhesie psychologisch nachweisen? War Skrjabin ein Synästhetiker? Wie weit trägt Synästhesie als ästhetisches Konzept?

Johanna Wetzel, Carolin Heutling (Skrjabin)
Tina Knackstedt, Saskia Erfurth (Konzeption des Poème du Feu)

Vera Udally (Nachweis Synästhesie)
Markus Schuchhardt (Skrjabin als Synästhetiker)

8 5.6. Kompositorische Realisation synästhetischer Erfahrungen bei Olivier Messiaen am Beispiel des Orgelzyklus "La Nativité du seigneur" (Lektüre dazu Bernard 1986)

Pitch-class-Analyse nach Allen Forte

Kristin Hoffmann, Birga Fox, Thomas Fuhlrott, David Visnadi (Messiaen)
 

Seminarleiter (Forte)

9 12.6. Aktuelle multimediale Konzepte der Kunstmusik. Ein Vergleich von Karlheinz Stockhausens  Opernzyklus "Licht" mit Georg Hajdus Oper "Der Sprung". Monika Neumann, Annegret Freund, Michael Haupt (Stockhausen)
Marcus Noll, Christoph Liebermann, Christine Fenzlein, Christian Pöhland (Hajdu)
10 19.6. Beispiele aus der populären Musik: Multimediale Bühnenshows (z. B. Pink Floyd, The Wall) / Videoclips als multimediale Form / CD-ROMs (z.B. Peter Gabriel "Eve") Sebastian Lörsch. Jan Stoklasa (Bühnenshow, z.B. The Wall)
Anke Knaudt, Marie-Luise Lappe, Thomas Höhl,  (Videoclips), Alexander Senk (CD-ROMs)
  26.6. entfällt wg. Konferenzbesuch  
11 3.7. Fazit: Was leistet die Musikwissenschaft nach Ihrem bisherigen Kenntnisstand und was würden Sie sich von ihr wünschen?  

weitere gewählte Stichwörter:

Populäre Musik (Georg Schröter)

Kommentar:

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert existiert die Idee, Musik in eine Verbindung mit anderen Künsten (Literatur, Malerei usw.) zu überführen. Ein Nachzeichnen derartiger "multimedialer Konzepte in der Musik" – wie man heute sagen würde – bis in die Gegenwart ist der Grundgedanke dieser Veranstaltung. Anhand verschiedener Beispiele aus der Kunstmusik wie auch der populären Musik werden wir unterschiedliche Zugangsweisen von systematischer und historischer Musikwissenschaft kennen lernen und die dazugehörigen Quellen erschließen. Parallel dazu werden Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens (Bibliotheksnutzung, Exzerpieren, Zitieren, Aufbau und Verfassen von Texten) anhand verschiedener Übungen vertieft. Das so gewonnene, provisorische Gesamtbild gegenwärtiger Musikwissenschaft werden wir abschließend kritisch hinterfragen.

Zur Einführung ist die Lektüre der Artikel bzw. Einträge "Musikwissenschaft" in gängigen Lexika und Enzyklopädien zu empfehlen – zu Vergleichszwecken sollten auch ältere Auflagen herangezogen werden.

Anforderungen für die Bestätigung der Modulkomponente / den Erwerb eines Leistungsscheins:

Wählen Sie ein Stichwort oder einen Personennamen aus dem Arbeitsplan (weiterführende nach Absprache), das oder den Sie interessant finden. Machen Sie sich zum Experten für dieses Wissensgebiet, indem Sie den Wikipedia-Eintrag zur Grundlage nehmen (sofern vorhanden). Verifizieren oder ergänzen Sie die dort gefundenen Aussagen durch das Einbeziehen geeigneter, wissenschaftlicher Quellen - entsprechend der im Seminar vorgestellten Arbeitstechniken.

Entscheiden Sie selbst, wie Sie dieses Wissen in die Veranstaltung (Termine lt. Arbeitsplan) einbringen möchten: denkbar sind ein kurzer mündlicher Vortrag, eine Powerpoint-Präsentation, kommentierte Medien- und/oder Musikbeispiele, Handouts usw. (Zeitumfang jeweils max. 15 Min).

Zuletzt müssen Sie den Wikipedia-Eintrag aktualisieren (oder neu erstellen, oder begründen, warum überhaupt keine Änderungen erforderlich / möglich sind) und diesen Prozess dokumentieren (unter Rückgriff der Versionsgeschichte auf der Wikipedia-Seite). Hierfür haben Sie wie immer bis zum Ende des Semesters am 30.9.08 Zeit. Abgabe als Ausdruck mit Titelblatt.

Kontakt:

jan.hemming
@uni-kassel.de

Literatur:

Ausleihbare Bücher werden im Semesterapparat "Hemming1" bereitgestellt, Präsenzexemplare (z. B. Lexika und Handbücher) verbleiben an ihrem regulären Aufstellort.

Lexika:

Sadie, Stanley (Hrsg.) (1980ff): The New Grove Dictionary of music and musicians in twenty volumes. London: Macmillan.

Dahlhaus, Carl & Eggebrecht, Hans-Heinrich (Hrsg.) (1989):Brockhaus-Riemann-Musiklexikon in vier Bänden und einem Ergänzungsband. Mainz, München: Schott Piper.

Finscher, Ludwig (Hrsg.) (1997): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe. Kassel, Basel, London u.a.: Bärenreiter.

Datenbanken:

KARLA - Kasseler Recherche-, Literatur- und Auskunftsportal (Bücher vor Ort in Kassel oder deutschlandweit):
http://www.portal.hebis.de/KARLA

KVK – Karlsruher virtueller Katalog: Weltweite Büchersuche:
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html

RILM – „Répertoire International de Littérature Musicale“: Suche nach Einzelartikeln/Beiträgen (nur im IP-Bereich der Uni-Kassel):
http://spweb.silverplatter.com/uniksrilm?

Überblicksdarstellungen:

Husmann, Heinrich (1975): Einführung in die Musikwissenschaft. In. Wilhelmshaven: Heinrichshofen.

Bruhn, Herbert & Rösing, Helmut (1998): Musikwissenschaft. Ein Grundkurs. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Schwindt-Gross, Nicole ([1992] 2003): Musikwissenschaftliches Arbeiten: Hilfsmittel, Techniken, Aufgaben. Kassel u.a.: Bärenreiter.

Eisenlohr, Henning (2000): Einblick in das Studium der Musikwissenschaft. München: OPS.

Weiterführende Literatur im passwortgeschützten Bereich