Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

WS 2002/2003, Dr. Jan Hemming

Do 14:15-15:45, Händelhauskarree, Raum 471

HS: Analyse populärer Musik

Termine (Stand 06.11.2015 )

1 24.10 Einführung  
  31.10. --- fällt aus: Reformationstag ---  
2 7.11. Seminarleiter: Einführung in die Analysemethode Philip Taggs  
3 14.11. --- musste wegen Krankheit ausfallen ---  
3 21.11. Verschiedene Analyseansätze zu Beatles "A day in the life"  
  28.11. --- fällt aus (Dozentenlehrauftrag in Rom) ---  
4 5.12. Chart-Hits im Vergleich I:
Jeanette Biedermann: Rock my life
 
5 12.12. Chart-Hits im Vergleich II:
Britney Spears: You drive me (crazy)

Die Sitzung findet von 14:00-14:45 in Raum 461 statt, um ab 15 Uhr an der Promotion von Golo Föllmer teilnehmen zu können.

 
6 19.12. Herbert Grönemeyer: Männer (Bochum)

Las Ketchup: Aserejé (Analyse des Videos)

 
    - Weihnachtspause -  
7 9.1. Einführung in die Lehrveranstaltungsevaluation (30 min)

Fortsetzung Las Ketchup

 
8 16.1. Kraftwerk: Autobahn

Art-Rock: Yes - Heart of the sunrise

 
9 23.1. Art Rock Teil II

Rolling Stones: Satisfaction

 
10 30.1. Boygroups: New Kids on the Block - I'll be loving you forever

Boyzone - No matter what

 
11 6.2. Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluation

Boygroups II

 
12 13.2.

Produzentenmusik: Phil Spector / Frank Farian etc.

J-Pop (Japanese Popular Music): Yuji Oda - Kodo

 
 

Ankündigung

Nach einer Einführung soll in jeder Sitzung dieses Seminars ein Stück bzw. ein Titel populärer Musik analysiert werden. Dabei ist ein "freier" Zugang - auf der Basis bisheriger Erfahrungen mit der musikalischen Analyse- ebenso wünschenswert wie mögliche Anknüpfungen an die vorangegangenen Seminare zu Richard Middleton (Studying popular music) bzw. zur Musiksemiotik. Gemeinsame Grundlage ist ein sich in der Musikwissenschaft langsam durchsetzendes, umfassendes Verständnis von "Musik als Text" (siehe dazu die Einleitung in Danuser / Plebuch 1998). "Text" meint dabei nicht nur die Innenseite der Musik, d.h. den "Notentext" bzw. die musikalische Struktur, sondern zugleich ihre Außenseite: die kulturelle Dimension und Wirksamkeit, die bei autonomer Kunstmusik gleichermaßen gegeben ist wie bei einem Stück aus den Charts. Für populäre Musik bedeutet dies einerseits, dass die Analyse eines Stücks nicht auf die Beschreibung einer möglicherweise schlichten musikalische Struktur begrenzt bleiben darf; andererseits wird so sichergestellt, dass die Analyse nicht vollständig in den außermusikalischen (z.B. soziologischen) Bereich verlagert wird. - Vorschläge für zu behandelnde Stücke sind ausdrücklich willkommen!

Literatur

SHEPHERD, John: Music as social Text. Cambridge (Polity Press) 1991.

DANUSER, Hermann; PLEBUCH, Tobias (Hrsg.): Musik als Text. Bericht über den internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung Freiburg im Breisgau 1993. Kassel u.a. (Bärenreiter) 1998.

MIDDLETON, Richard (Hrsg.): Reading Pop. Approaches to textual analysis of popular music. Oxford (Oxford University Press) 2000.